#1 TableTravel Podcast: Nichtstun am Strand Plage de l'Amélie | Frankreich

Dein letzter Strandurlaub ist schon etwas her?

Dann auf an die südfranzösische Atlantikküste! Entspanne hier auf deinem Handtuch in der Sonne, genieße die wärmende Strahlen über und den warmen Sand unter dir. Träume einfach vor dich hin. Und lerne den einfachsten französischen Strandsnack kennen. So dass du nach fast 10 Minuten absolut entspannt und voller Wärme zurückkommst.


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Standort der Reise

Tipps für L'Amélie und Drumherum

Französisches Rezept


 

Mein Lieblingsplatz kann so einiges!

Hast du das? Einen absoluten Lieblingsplatz? Irgendwo auf der weiten Welt? Der vollgepackt ist mit guten Erinnerungen und dich vollkommen entspannen lässt?

  • Meiner schmeckt nach unglaublich kaltem"Ice-tea framboise, also Eistee mit Himbeergeschmack. Serviert in einem schlanken Glas, das mindest zur Hälfte mit runden Eiswürfeln gefüllt ist. Die man wunderbar in den Mund nehmen und lutschen kann - wenn man es nicht gleich mit fünf auf ein Mal versucht!

  • Meiner riecht nach Pinie. Nach 15 Meter hohen Pinienbäumen mit dicken, dunkelbraunen Pinienzapfen, die nachts mit einem "klonck" auf unser Dach fallen.

  • Meiner fühlt sich an wie vom-Handtuch-aufstehen-und-direkt-ins-Meer-sprinten, weil es tatsächlich nur Sand gibt unter meinen Füßen - keine Steine, keine Muscheln, keine Quallen, keine Algen, kein Müll. Einfach nur Sand.

  • Meiner hört sich an wie zirpende Grillen im Pinienwald auf der Radtour zurück vom Strand, wenn wir nicht genug kriegen können vom Strand und einfach bis zum Sonnenuntergang da bleiben.

  • Meiner sieht aus wie blendend weiße Flecke, die durch das braun-gelbe Strandtuch blitzen, wenn ich meine Augen ein paar Millimeter weit öffne und gen Sonne gucke, während ich mit einem Handtuch über dem Kopf am Strand bin und nichts tue als rumzuliegen.



Die ganze Küste getestet

Quasi jeden Sommer meiner Kindheit ging es für vier Wochen nach Südwestfrankreich. Wir haben die ganze Küste zwischen Biarritz und der Gironde-Mündung abgeklappert, bis wir endlich meinen Lieblingsort gefunden hatten. Der an sich ja schon toll war (siehe oben), aber noch begleitet wurde von mindestens ebenso faszinierneden Orten und Erlebnissen drum herum.


Markthalle vs. Megamarkt

Im Urlaub ist heute eines der liebsten Dinge, die ich tue, in Supermärkten in anderen Ländern einkaufen zu gehen. Und dort zu gucken, welche verrückten Produkte, Geschmacksrichtungen etc. es gibt und diese auszuprobieren. Das geht in Frankreich heute ausgesprochen gut und war damals nicht anders.

Einkaufen waren wir nahe meines Lieblingsplatztes in echten Markthallen mit unverpackten und ungewöhnlichen Produkten und Kombinationen, die du probieren kannst. Für mich war zum Beispiel "Moules frites", die Kombi aus - für mich - ganz außergewöhnlichen Miesmuscheln und absolut banalen Pommes, einfach unglaublich. Und der Käse natürlich!

Auch gab es in der Markthalle lebendige Tieren in Aquarien, die ich ewig lange angucken konnte. Fische, Krabben, Krebse, Oktopusse und noch mehr. Für mich unglaublich, für die Tiere definitiv unglaublich grausam - aber so war das damals. Ach und Weine gibt es in den Markthallen auch viele - wir sind ja schließlich in Frankreich - aber die haben mich damals nicht interessiert.

Einkaufen geht aber auch in -nicht Super- sondern gefühlten Megamärkten, die so groß waren, dass wir in ihnen tatsächlich ein Auto hätten kaufen können?! Neben Lebensmitteln und Kleidung waren noch Möbelmarkt, Gartenmarkt mit Pools, Heimwerkermarkt, Tierhandlung, Auto-Waschstraße, Juwelier und Apotheke dabei. In einem einzigen Laden!


Immer rund: mit dem Rad

Wenn ich so viel esse und ganz rund werde - und das geht echt gut in Frankreich - dann will ich mich zum Ausgleich auch gerne bewegen. Am liebsten beim Radfahren. Da seh ich viel mehr als beim Spazierengehen und es ist nicht zuuuu anstrengend. Außerdem gibt es an meinem Lieblingsort die gefühlt am besten asphaltierten Fahrradwege ever! Sogar im Vergleich zu den Fahrrad-Nationen Niederlande und Dänemark. Und das schon in den 90ern. Ich sag ja nur! Und dann geht's ab durch die Pinienwälder, am Meer, hinter den Dünen, rund um die Seen und durch die kleinen verschlafenen Landorte. Mehr als 400 km könnte ich hier fahren. Da brauch ich aber einen langen Urlaub!


Lust auf eine Runde Eintauchen und Entspannen an meinem Lieblingsort bekommen? Dann kommt mit im Podcast :)


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Frage zum Pocast


 

Noch mehr L'Amélie und Drumherum


Standort der Reise

Voilà, hier ist er, mein absoluter Lieblingsplatz: Bei L'Amélie Plage. Im südwestliche Frankreich an der Atlantikküste, auch Côte d'Argent also Silberküste - oder Côte Sauvage also Wilde Küste genannt.

Silbern glitzert der Strand manchmal aufgrund von all den Muscheln, die vom Meer in mikroskopisch kleine Teile geschmirgelt wurden und jetzt vom Wasser nass die Sonne reflektieren. Wild auf jeden Fall auch, mit den stetigen Gezeiten und starken Stürmen - manchmal auch im Sommer... - die immerzu an der Küste knabbern und bis zu 2,5 Meter pro Jahr Land zu Meer machen.



Tipps für L'Amélie und den Strand


Lieblings...ORT

Jetzt ist nur noch die Frage: Welcher der vielen Strände denn da? Also: aus dem Ort L'Amélie Plage gen Osten bis zur Allée da la Negade, die bis zum Ende, da runter zum Strand, rechts rum bis zu den zwei Bunkern im Wasser, Handtuch auffalten und hinlegen.


Ach und bitte niemals, niemals, niemals in die Dünen gehen! Die sorgen dafür, dieser zauberhafte Ort noch weiter erhalten bleibt. 2,5 Meter Erosion pro Jahr sind nämlich echt der Hammer! Als Beispiel dafür was das bedeutet, kannst du dir das Haus südlich von Soulac angucken, das - falls es noch nicht geschehen ist - bald an den Strand kippt und ins Meer. Wenn die Stadt da nicht noch vorher tätig wird. Details weiter unten.


Meine Highlights

Traditionell dabei wie die französischen Senioren

In den kleinen Landorten habe ich eine andere Sportart oder Aktivität entdeckt, die für mich auch unbedingt mit einem Frankreichurlaub verbunden ist. Meistens siehst du sie im Stadtzentrum auf einem quadratischen Platz, der im Schatten von vielen Platanen liegt. Auf dem einige Bänke und oft ältere Herren mit Hut stehen und fachmännisch diskutieren. Natürlich spreche ich von Boule.

Dem Spiel mit den großen Eisenkugeln, die du durch Werfen möglichst nah an der kleinen Kugel platzieren sollst. Vielleicht kennst du es auch mit kunterbunten Kugeln als Boccia? Das ist die italienische Variante. In Frankreich sind die Kugeln aus Metall mit verschiedenen Streifen, teils sogar mit Initialen und werden in einer Holzbox aufbewahrt. Es ist das Spiel, insbesondere für die Senioren am Wochenende zum Entspannen in guter Gesellschaft.

Schon mal probiert? Für den Anfang gibt es auch Kugeln im Megamarkt. Ich liebe es und bin noch auf der Suche nach den perfekten Kugeln für mich. Am liebsten aus Frankreich, natürlich!

Phare de Courdan: Hoch hinaus

Markthalle zum Genießen

Megamarkt zum Staunen

Das Haus, das vom Strand kippt


Französisches Rezept: Fromage, vin rouge und was für ein bißchen Frankreich Zuhause?

Also auf Deutsch: Käse, Rotwein und ... Baguette. Das fällt mir bei französischem Essen immer als Erstes ein. Voll das Klischee, aber auch voll wahr und voll lecker. Zumindest was die Zeit in Frankreich angeht. Doch das ist leider nicht jetzt - aber da ich auch in meinem deutschen Alltag gerne lecker lebe, habe ich meine französischen Freunde um ihr Lieblingsrezept für ein selbstgebackenes, original französisches Baguette gebeten. Um etwas Frankreich-Gefühl nach Hause zu holen.

Und falls evtl. doch eher ein Weißbrot bei den ersten Versuch rauskommt - egal! Hauptsache ist doch, dass es schmeckt, ein super Erlebnis war und das Frankreich-Gefühl vorbei schaut ;) Das Rezept gibt es weiter unten.


So, reicht erstmal mit Sand und Hitze?


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